

Die Klassen 5b und 6a durften jeweils einen erlebnisreichen Tag auf dem Wiesenhof in Maxsain verbringen. Der familiengeführte Hof arbeitet im ökologischen Landbau und bewirtschaftet die Betriebszweige Milchvieh, Bullenmast und Futterbau – beste Voraussetzungen für einen lehrreichen Blick hinter die Kulissen moderner, nachhaltiger Landwirtschaft.
Gleich zu Beginn ging es für die Schülerinnen und Schüler in den Melkstand: Unter Anleitung durften sie die Kühe selbstständig melken. Dabei wurden viele Fragen geklärt:
Was braucht eine Kuh, damit es ihr gut geht?
Wofür ist Milch eigentlich da?
Wann gibt eine Kuh Milch?
Wie warm ist die Milch direkt aus dem Euter?
Anschließend begleiteten die Kinder die Kühe auf die Weide. Deutlich wurde, wie wichtig gutes Futter für die Tiergesundheit ist – und welchen Beitrag wir als Verbraucherinnen und Verbraucher leisten können, damit Tierwohl auch in Zukunft gesichert bleibt. Die besonders Mutigen testeten sogar mit einem Grashalm, ob die Zäune unter Strom stehen.
In der Frühstückspause konnten die ersten Eindrücke verarbeitet werden – Highlight: Der Besuch der zwei Irischen Wolfshunde der Familie Aller. Danach warteten bereits die Kälbchen: Stroh zum Einstreuen musste geholt und verteilt werden – natürlich nicht ohne die eine oder andere Streicheleinheit.
Frau Aller erklärte, warum sich die Familie für die Umstellung auf biologische Landwirtschaft entschieden hat und wie unser Konsumverhalten die Haltungsformen von Tieren beeinflusst. Die verschiedenen Formen der Tierhaltung wurden besprochen und mit Eindrücken aus dem Hofalltag verknüpft. Im Bullenstall konnten die Kinder eindrücklich erleben, wie beengt sich ein Bulle fühlen kann – ein wichtiger Denkanstoß.
Im Anschluss besuchten die Klassen die Mastbullen auf der Weide. Dabei wurde deutlich: Auf der Weide fühlen sich die Tiere am wohlsten – ein zentraler Baustein artgerechter Haltung.
Auf dem Rückweg zum Sammelplatz bestaunten die Kinder den Fuhrpark der Familie Aller. Jede und jeder durfte einmal auf einem Traktor Platz nehmen und spüren, wie groß und kraftvoll die Maschinen sind.
Zum Abschluss stellten die Schülerinnen und Schüler selbst Butter her – mit sichtbarem Spaß und großem Stolz. Eine frische Brotscheibe rundete den gelungenen Tag ab.
Der Ausflug war nicht nur spannend und praxisnah, sondern vermittelte auch Wertschätzung für die Arbeit in der Landwirtschaft und machte den Produktionskreislauf von Lebensmitteln greifbar. Ein Tag, der Wissen, Verantwortung und Begeisterung zusammenbrachte – und der den Blick der Kinder auf Tierwohl, Nachhaltigkeit und unser eigenes Konsumverhalten nachhaltig geschärft hat.


